DIE MENSCHENQUOTE

Hier beginnt jetzt der Marathon auf die Schulanmeldung meines ältesten Kindes.

Die Zeugnisse im Gepäck und eine Empfehlung, die mir momentan wenig Mut macht. Es ist wie es ist.

Parallel lese ich vom Wiederaufleben der Frauenquote. Zumindest in Gedanken einiger PolitikerInnen. Und ja, ich bin eine Freundin dieser Quote, da ich die Ungleichheit sehe, wenn nicht in meinem Beruf, dann doch in vielen anderen. Und ich bin auch für eine Quote für Menschen mit Beeinträchtigungen. In unserer Gesellschaft scheint es entweder kaum Behinderungen zu geben oder sie werden nicht sichtbar gemacht. Eine Quote würde die Inklusion ein Stück weit erzwingen. Zwang ist Scheiße, ich weiß, aber etwas das tausende von Jahren die Chance hatte zu reifen, wachsen und gerecht zu werden, ohne jede Form der Einwirkung, kann getrost als gescheitert dem Zwang zum Opfer fallen. Soft-Zwang noch dazu. Es werden ja nicht plötzlich fünfzig Prozent der Arbeitsplätze mit Menschen mit Behinderung besetzt. Es werden ja nicht plötzlich überall Frauen aufgestellt, wo vorher einhundert Prozent Männer saßen.

In sozialen Berufen ist es schon länger Usus die Stellenanzeige mit dem schönen Satz „aus paritätischen Gründen stellen wir derzeit Männer bevorzugt ein“. Hier wird sich kaum einer diskriminiert fühlen, denn die Tatsache, dass es zu wenig männliche Erzieher und männliche Pfleger gab, machte hellhörig. Wer sein Kind nach dreizehn Jahren geballter Frauenpower in Form von weiblichen Pädagoginnen in die Welt wanken sieht, ahnt woher der Gedanke stammt auch Männer in vermeintliche „Frauendomänen“ zu setzen.

Vor Jahren ging ein Aufschrei durch dieses Land, als auch Frauen in die Bundeswehr strebten. Freiwillig. Nun mag ich das als Pazifistin zwar unverständlich finden, aber dies gilt dann für den Menschen im allgemeinen und nicht die Frau im besonderen.

Heute kräht kaum noch ein Hahn danach. Frauen auf allen Bannern der Bundeswehr- Kampagnen und Frauen in der Polizei sowie Politik. Ein steiniger Weg bis dahin, aber er wurde gegangen und erfüllte seinen Zweck. Es wurde gearbeitet. Alle ziehen an einem Strang. Alleinerziehende konnten unabhängiger werden. Niemand war mehr gezwungen seine Frau und Kinder alleine zu versorgen.

Nun sehe ich dennoch Chancenungleichheit. Zunächst der Schwank über die vielen Bürger unseres Landes die in welcher Generation auch immer einen Migrationshintergrund haben. Ihre Bewerbungen sind auf dem Arbeitsmarkt dritte Wahl. Sie werden aussortiert oder weniger ernst genommen. Diskriminierung in Reinform. Braucht es auch hier eine Quote? Unbedingt! Schöner wäre selbstverständlich das Selbstverständnis. Wer arbeiten möchte und die jeweiligen Voraussetzungen erfüllt, ist drin. Die Probezeit wird außerdem richten, ob der oder die neue Kollege/Kollegin ins Team passt.

Nun aber zurück zu meinem Kind.

Bei der Anmeldung raunte man mir indirekt zu, selbst Schulen jenseits des Abiturs hätten in meinem Bezirk einen inoffiziellen Notenschnitt von 1,9. Ich war fassungslos. Der Berliner Senat gibt andere Richtlinien vor, die Schulen umgehen sie bewusst. Der Mangel an Schulen und Personal macht es möglich zu sortieren.

Es braucht also scheinbar auch eine Quote zur besseren Durchmischung von Kompetenzen, Noten, Menschentypen. Diversität ist das Zauberwort.

Natürlich sind Noten heute genauso wichtig wie ein gepflegtes Erscheinungsbild, der unbedingte Wille Karriere zu machen, einen blaublütigen Verwandten und ein Bankkonto in der Schweiz. All das hilft bei der Entscheidung für die Vergabe des Schulplatzes. Aber was macht das mit einer Gesellschaft?

Wo sind dann die Handwerksbetriebe, die sozialen Berufe, die Menschen die an Autos schrauben wollen oder einfach mal wieder beherzt stundenlang im Büro Akten schubsen? Diese Menschen gehen unter. Weil Karriere wichtig ist und jedes Kind zum Studium geprügelt werden soll. Weil jeder Mensch eben nicht gleich viel wert ist, sondern bereits nach der Grundschule und ggf. auch vorher, einen Weg zu gehen hat, der elitärer nicht sein könnte.

Der Durchschnitt wird an den Rand der Gesellschaft getrieben und all die „normalen“ weißen, klugen, reichen, gesunden Kinder in der Mitte herzlich begrüßt.

Der Lehrer meines Kindes empfahl eine Schule am Rande der Stadt. Da sei es schön ruhig und so ein wenig mehr Schulweg fördere ja auch die Selbstständigkeit. Alles richtig. Der Fakt, dass mein Kind dann vermutlich schwerer Freundschaften schließen und halten könne, ständig in Abhängigkeit der Busse und Bahnen sei, ich mich stärker darum sorgen muss, ob es in der Schule ankäme oder auf dem Weg zu Schaden kommt, Bock auf Schwänzerei entwickelt oder oder oder, fand kein Gehör. Das Kind muss weg. Es hatte sich nicht ausreichend als würdig erwiesen.

Diesen Schmerz spüren viele von uns.

Ob wegen ihres Geschlechts, ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft, ihrer Vergangenheit, ihres Krankheitsbildes oder ihrer Nichtkonformität. Wer sich nicht normieren lässt, ist raus.

Die Quoten sollten das nicht richten müssen, aber die die es hätten richten können, waren in den tausend Jahren Geschichte scheinbar nicht gewillt oder herrlich naiv.

Menschenwürde ist eben doch antastbar.

I AM NOT YOUR MILF

Die CDU hat sich mal wieder ein Ei gelegt.

In einem Vortrag zur Gewinnung neuer Parteimitglieder, hatten sie versucht auf humoristische Weise (so deren Einschätzung) Frauen anzusprechen. Sie wollen insbesondere mehr MILFs in die Partei locken. Begossen würde das dann mit Sekt und überhaupt mehr Rock’n’Roll und Drogen für alle. Ja. Ha ha. Nicht.

Natürlich kann Satire alles. Sie darf schon auch mal derbe sein und ist nicht selten unter der Gürtellinie. Dabei greifen jedoch die Satiriker von unten nach oben an. Eher selten umgekehrt, auch wenn sich das prinzipiell natürlich nicht verleumden lässt (wir denken nur an den Witz der Titanic über die ehemaligen DDR-BürgerInnen und ihre Bananen).

Wie auch immer. Auch wenn dieser klitzekleine Beitrag der CDU bereits im Nirvana verschwunden ist, trifft er hier und da einen Nerv.

Ich möchte behaupten, seit vor zwanzig Jahren der Film „American Pie“ in die Kinos kam, war der Begriff der Milf geprägt in Deutschland. Frauen die Kinder haben und (trotzdem!) noch fickbar seien. Wir erinnern uns an Stiflers Mom, die über mehrere Episoden der schrillen und peinlichen Komödie zur Ikone junger Mütter wurde. Immer sexy, immer verfügbar und immer irgendwie anders als andere Mütter. Eine Mrs Robinson in dauergeil. Mehr Porno als Realität.

In den letzten Jahren beobachtete ich ebenfalls, wie Frauen jeden Alters begannen sich selbst ebenfalls als Milf zu titulieren. Frischgebackene Mütter posteten Fotos auf Instagram und versahen ihren „After-Baby-Body“ (noch so ein Unwort) mit entsprechenden Hashtags. Es war ein Gräuel.

Da hielten sie also ihren von der Gesellschaft geächteten Ruf in Form gestählter Bauchmuskeln in die Kamera und taten sich und anderen kaum einen Gefallen. „No excuses!“,fauchten sie zusätzlich in die Gemeinde. Wer fickbar bleiben will, muss sich eben ein bisschen mehr anstrengen.

Als mich vor ein paar Jahren, es war mein 31. Geburtstag, in einer Bar ein paar junge Männer ansprachen, erzählten meine beste Freundin und ich bereitwillig von unseren Kindern. Es ging uns dabei weniger um einen Austausch von lustigen Kinderanekdoten, sondern um den Fakt niemanden abschleppen zu wollen. Wir waren schon anderweitig gebunden.

Der ganze Nebentisch rief fröhlich rüber:“Ey, dann seid ihr ja echte MILFs!“ und amüsierte sich königlich. Mir war das abgrundtief peinlich. Nicht für mich oder meine Freundin, sondern diese Halbstarken mit ihren dummen Ansichten.

Niemand hat so offensiv Interesse daran einer Frau ohne Kind ins Gesicht zu sagen:“Ey, dann bist du ja fickbar!“ Es mag einfach keinen entsprechenden Begriff dafür geben oder keine Abkürzung die sich zwar allgemeiner Beliebtheit, aber Unkenntnis erfreut. Würde der Begriff „WILF“ sich durchsetzen? Ich hoffe nicht! Aber genauso fühlt es sich an. Als Mutter zu einem Ruhm gekommen, der keiner ist und gesellschaftlich akzeptierte Abwertung, die auch stolz von anderen Müttern propagiert wird.

Liebe Frauen, fragt euch bitte, ob eure Töchter mit einsetzen der Pubertät nicht ein völlig falsches Vorbild vor sich sitzen haben. Unsere Qualität liegt nicht darin für irgendwen fickbar zu sein oder zu bleiben.

Liebe Männer, wo ihr doch englische Begriffe so mögt: fuck you!

Mich so jedenfalls ganz bestimmt nicht.

DAS PROBLEM IN EIGENE FALLEN ZU TAPPEN

Ich nehme von mir in den meisten Fällen an, ein vorurteilsbewusster Mensch zu sein. Möglichst weitestgehend frei von Diskriminierung, ständiger Wut oder alles überrennender Angst.

Leider erwische ich mich öfter dabei genau wie alle anderen in die gleichen Fallen zu tappen. Jene, die ich selbst gelegt habe, als ich im Kampf gegen Ungerechtigkeiten und Willkür alles aufzählte, was einen oder mehrere Menschen schaden und verletzten könnte.

So habe ich beispielsweise in den letzten Jahren versucht ein Vorbild in der Erziehung und Begleitung von Kindern, allen voran meinen eigenen, zu werden. Dennoch witzel auch ich hier und da mit zynischen Kommentaren den Seelenfrust weg und berufe mich auf mein Recht der Psychohygiene. Das teilweise Schrammen am Adultismus, nehme ich dann in Kauf und werte Kinder noch immer, mindestens in stammtischähnlichen Gesprächen mit Kollegen oder Freundinnen ab.

Dann gibt es diese peinlichen Gespräche, die sich unter Einfluss von Alkohol gerne mal mehr oder weniger geduldet als Sarkasmus verkaufen. Nicht selten endet das in einem Schimpfen über Menschen die mir weder näher bekannt sind, noch meiner Verallgemeinerung zuträglich. Männer kommen dabei schlecht weg, manchmal auch Frauen, ab und an trifft es irgendwen, dem ich sonst nie schlechtes wünsche.

Und was ist eigentlich mit positivem Rassismus? Schon die Aneinanderreihung dieser zwei Worte sollte ein Ding der Unmöglichkeit sein. Rassismus kann nie positiv sein, aber dennoch ist er manchmal in bester Absicht und als völlig falsch eingestuftes Kompliment aus meinem Mund geblubbert worden. „Schwarze Kinder sind ja süß.“ Äh. Super. Nett gemeint, nicht im geringsten klug gedacht.

Während ich mich zum Glück häufig genug dabei ertappe eben solche moralischen Keulen zu verteilen, bei mir selbst aber noch Luft nach oben besteht (sowas nennt man dann Reflexion), frage ich mich, wie viele da draußen noch von sich denken sie seien frei jeglicher abwertender Sprache und dabei andere, niemals aber sich selbst hinterfragen?

Wenn Männer Studien zum Feminismus entwerfen, aber eine Frau nach der anderen bumsen, schwängern und alleine lassen. Wenn Alleinerziehende sich mehr Respekt für ihre Leistungen wünschen, aber andere Mütter abwerten. Wenn jemand mit Migrationsgeschichte sich darüber erhebt welcher Ausländer ein guter und welcher ein schlechter sein würde. Oder wenn wir auf der einen Seite denken jeder Mensch mit Behinderung müsse dankbar sein, dabei kennen wir nichtmal zwei RollstuhlfahrerInnen persönlich.

Da gibt es so viele Baustellen an denen es zu arbeiten gilt und so viel in uns, was noch zu begutachten wäre. Niemand ist makellos, natürlich nicht, aber je stärker wir andere an unserem Prozess des Wachsens, inklusive Scheiterns und kleiner Rückschritte, teilhaben lassen, umso klarer wird vielleicht allen wie schwer, aber niemals unmöglich es ist auch aufgeschlossen und fair zu verhalten. Ein Vorbild kann jeder von uns sein. Ein Arschloch natürlich auch.

DEFINITION DINGSBUMS

In der Schwebe hängende Singles, also jene, die einfach nicht wissen ob Singlestatus, der per Definition wohl alleine reisen, kochen, den Hausmüll rausbringen bedeutet oder eben doch Beziehung, mit all den wunderbaren Eigenschaften des Wachstums und der Liebe, fragen sich weltweit wie es so weit kommen konnte?

Gibt es da draußen nochmal die eine Liebe? Den Traumerfüller? Oder bleiben wir beim Alten und lassen uns daten, umgarnen und wie heiße Kartoffeln fallen?

Eventuell finden wir dahingehend unseren Frieden. Frauen die bereits mit Kindern gesegnet sind, sehen ihre Expartner mit jungen und kinderlosen Partnerinnen herumlaufen.

Sie sehen sich mit diesem Makel, der Brandmarke, der Narbe auf der Stirn. Scharlachrot.

Sie sind scheinbar gebrauchter als die anderen. Obwohl sicher heutzutage kaum noch eine dreißigjährige Frau als Jungfrau in die Beziehung startet, wird da eines klar, ein Kind ist eine Vergangenheit. Hier wird die Partnerin verletzlich. Verletzlichkeit ist kein Makel, kann aber schnellstens zu einem werden, wenn der neue Partner zielgenau erspürt wo der Schuh drückt und sich dem Dilemma mit Hingabe widmen wird.

Nicht wenige Frauen bilden sich deshalb ein, Stärke zeigen zu müssen. Immer im Takt bleiben, keine Ängste zeigen, sich nicht mit Realitäten zu konfrontieren.

Wenn wir dieses Gefühl also transportieren, zwischen schwach wie jeder Mensch, angeschlagen, weil Single, Mutter und wohlmöglich sogar finanziell abhängig, wie können wir dann Stärke nicht einfach nur vortäuschen?

Unser Gegenüber beginnt uns unbewusst zu zerfleischen. Anfangs in Zuneigung und später unter Spott und Hohn.

Eine Beziehung ist das noch nicht.

Und wenn wir dann beginnen die Beziehung in Frage zu stellen, die Werte auf dem Prüfstand und uns gläsern zeigen, beginnt das Konstrukt zu bröckeln. Schwäche ist nicht sexy.

Wir werden verlassen und werfen uns wieder ins Singleleben. Wir werden gesehen, aber selten erkannt. Wir werden wohlmöglich nochmals betrachtet. Aus der Ferne glänzen wir nach wie vor. Die Stärke ist zurück und für den Ex sind wir relevant. Dennoch, der Makel haftet uns an.

So bleiben wir als Zwischenlösung präsent, es sei denn wir drehen uns um, gehen unser Wege und ignorieren den hinterlassen Schmerz. Die Wunde blutet eine Weile nach, aber die Wahrscheinlichkeit das uns genau so etwas nochmal passiert, ist mit jeder Trennung und jedem gelebten Lebensjahr geringer.

Wir wissen nun wer wir sind. Und das ist die einzige Definition die es braucht.

DIE UNGEZÄHMTE

Wie oft denken wir (ich?), der richtige Partner müsse erst noch erfunden werden.

Jemand der bleibt. Jemand der gemeinsam wachsen möchte, sich nicht vor Kompromissen scheut und selbst langweilige Momente souverän vorbeiziehen lässt. Jemand der Herausforderungen liebt, aber keine Bedingungen nach dem Motto „es braucht ewige Schmetterlinge und du bist verantwortlich sie mir zu bereiten“ stellt.

Nun, die letzten Beziehungen und Jahre haben es gezeigt. Nicht der Mann ist bindungsscheu, weil ungezähmt mehr Freude bringt, sondern ich und all meine fabelhaften Freundinnen zu wild, zu fordernd, zu aufregend.

Wir sind die Generation an Frauen, die sich nicht mehr so leicht unterkriegen lässt. In den letzten zwei Tagen habe ich jeweils eine Stunde gebraucht Möbel zu rücken, Zimmer zu renovieren und aufzuräumen. Ich habe einen Entschluss gefasst und mich dahintergeklemmt. Kein Hadern und kein Abwarten. Schon gar keine Hilfe eines Mannes oder ein mitleiderregender Anruf um Unterstützung bittend. Ich bin es auch, die neben dem Beruf noch für das Studium lernt und zwei Kinder unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Bedürfnisse versorgt, umsorgt und großziehen wird.

Für mich und viele andere Frauen ist der Mann längst zu einem Liebhaberprojekt geworden. Eine schöne Sache auf Zeit. Etwas, was wir uns gönnen und nichts das wir brauchen. Die Liebe bleibt dabei zwangsläufig immer im Vordergrund, weil wir aufhören in Abhängigkeiten zu denken. Weder brauchen wir das Geld der Männer, noch deren starke Arme. Wenn wir uns ihnen nähern wollen, dann auf geistig und emotionaler Höhe und gelegentlich sicher auch zum Sex.

Dass einige Männer sich davon mitunter bedroht, mindestens aber eingeschüchtert fühlen können, ist klar. Was könnten sie uns mehr bieten, als ihre geistige Reife? Möbel schrauben sicher nicht.

Wir Frauen denken noch immer zu sehr in ausgelatschten Pfaden. Wir meinen der Mann sei es der permanent auf der Flucht um seine Freiheit ist. Die Realität ist anders. Wir Frauen genießen Freiräume und erfahren Selbstbestimmung. Unsere Kompromissbereitschaft hat dann ein Ende, wenn der Partner aufhört uns ernstzunehmen oder erzählt wir bräuchten ihn, um uns vollwertig zu fühlen.

Alles was wir tatsächlich brauchen, können wir uns besorgen. Alles was Männer wollen könnten, wäre diese Unabhängigkeit zu zähmen. Wer den Eindruck hat nicht mehr gebraucht zu werden, seine Position zu untergraben und vielleicht dem Druck nicht stand halten kann, einer Frau einfach nur Liebe zu geben, wird schnell schwach und sucht bald das Weite.

Die Wahrheit ist, natürlich können wir selbst Löcher bohren, Glühbirnen wechseln und wir kennen die Telefonnummer jedes Lieferservice, der Hausverwaltung oder irgendeiner Bumsbirne.

Was uns tatsächlich einfach manchmal fehlt, ist jemand der auf Augenhöhe bereit ist mit uns diese Freiheit zu teilen. Und der Genuss kommt darunter eigentlich nie zu kurz. Schade, wer noch immer denkt wir müssten zahm sein.