DIE LEERE DIE MAN SPÜRT

Seit Tagen esse ich nichts mehr. Ein Zeichen das sich etwas verändert hat. Eine echte Leere für eine symbolische.

Auf meinem Couchtisch steht eine einsame Blume im Glas. Geschenkt von einer Mitwisserin, Verbündeten und meiner besten Freundin.

„Das wird sich erstmal nicht richtig anfühlen.“,sagen sie mir. Jemand lehnt sich an meine Schulter und spendet Trost.

„Eineinhalb Jahre.“,wurde gesagt. Eine Zeit die erstmal gut klingt und dennoch schwer erträglich.

Sie bringen mir Schokolade und mein Lieblingsgetränk. Als sei ich sowas wie eine Patientin, aber es stimmt ja auch. Ich fühle mich verwundet.

Alle paar Minuten leuchtet mein Display. Irgendwer ist immer da und fragt, hört zu, nimmt Anteil. Irgendjemand.

Ich habe heute viel gelacht. Dieses hysterische Lachen, bei jedem Anlass der sich bot. Schlechte Witze auf andere Kosten und ein paar wirklich miese auf meine eigenen.

„Mir sagte das auch mal jemand.“, tröstete einer. Ich dachte an meine Vergangenheit und hatte Angst vor der Zukunft.

Abends gab’s ein Stück Schokolade. „Ein Anfang…“,dachte ich und wünschte es hätte nie geendet.