FRAUEN

Es fiel mir ein paar Tage sehr schwer Texte zu veröffentlichen.

Lange wusste ich nicht, ob ich verstummen möchte und mich in keinster Weise mehr sichtbar machen solle oder ob all meine Worte hier von den Falschen gelesen und interpretiert werden könnten.

Zeit meines Lebens haben mir Menschen, ja auch und gerade Frauen, die größten Schmerzen bereitet.

Insbesondere wohl, weil sie nicht in der Lage waren sich von ihren männlichen Einflussnehmern loszusagen.

Die härtesten Frauen, kämpften wie die schwächsten Männer. Mit Dominanz, Intrigen, unfairen Mitteln, gegen einen unsichtbaren Feind.

Denn wenn wir uns davor fürchten müssen den mühsam erarbeiteten Respekt wieder zu verlieren, den guten Posten an eine andere abzugeben, unserer fragile Schönheit eben doch nicht konkurrenzlos oder gar zeitlos bleibt, werden wir nervös. Und wer sich ängstigt, wird wütend und wer wütend wird greift nicht selten nach unten an.

Es heißt Solidarität. Es funktioniert nur, wenn Männer sich Feministinnen nennen. Dort wo die üblichen Strukturen herrschen, von einem Patriarchen oder einem Chef im Sessel, wird es keine Luft für Frauen geben. Keine Solidarität, kein Mitgefühl und geteiltes Leid.

Frauen lassen sich noch immer viel zu oft sagen, was die männliche Mehrheit ihnen eingeredet hat. Und sie handeln danach. Manchmal sofort und oftmals später. Gegen die männliche Energie haben sie keine Chance, denn diese trifft alle Entscheidungen, hat alle Zügel in der Hand und mit ihr steht oder fällt unser Potential und Wirken.

Wenn mir also nochmals eine Frau weh tut, weiß ich voraussichtlich woher dieses Gebaren kommt. Irgendwo sitzt ihr Schmerz tief. Der Schmerz nur eine Frau zu sein. Doppelt so hart im Job arbeiten zu müssen, wenig Mitgefühl zeigen dürfen, sich zu Hause hingegen als liebevolle und sanfte Erscheinung zu präsentieren, was schizophren ausgelegt werden könnte, aber nicht wird.

Frauen als gelebter Wiederspruch, zwischen Männern.

Als Versuch Stereotypen zu überwinden, aber niemals wirklich eine Chance zu bekommen.

Bewaffnet mit Intelligenz, Charme und Redegewandtheit, was aber den Machtmissbrauch schon absehbar macht.

Frauen können sich weiterhin ihren Vätern, Partnern, Chefs, männlichen Vorrednern anschließen. Oder sie geben sich endlich nicht mehr alten Strukturen hin, sondern gründen neue.

Zieht eure Frauen mit auf die Chefetage!

Hört euren Mitstreiterinnen zu!

Gebt den Verstummten wieder eine Stimme!

Lasst euch nicht mehr sagen, wie ihr bessere Arschlöcher seid!

Seid keine Arschlöcher!

Frauen können proaktiv werden, wenn sie ihre Ängste gegen Männer abbauen. Wenn sie nicht mehr darüber grübeln, ob ihnen ein Mann ihre Arbeit madig macht. Ihnen ihren Einfluss abspricht..sie klein hält oder für dumm. Frauen können einander eine Stimme geben.

Geben wir einander unsere Stimmen zurück!

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