DEFINITION DINGSBUMS

In der Schwebe hängende Singles, also jene, die einfach nicht wissen ob Singlestatus, der per Definition wohl alleine reisen, kochen, den Hausmüll rausbringen bedeutet oder eben doch Beziehung, mit all den wunderbaren Eigenschaften des Wachstums und der Liebe, fragen sich weltweit wie es so weit kommen konnte?

Gibt es da draußen nochmal die eine Liebe? Den Traumerfüller? Oder bleiben wir beim Alten und lassen uns daten, umgarnen und wie heiße Kartoffeln fallen?

Eventuell finden wir dahingehend unseren Frieden. Frauen die bereits mit Kindern gesegnet sind, sehen ihre Expartner mit jungen und kinderlosen Partnerinnen herumlaufen.

Sie sehen sich mit diesem Makel, der Brandmarke, der Narbe auf der Stirn. Scharlachrot.

Sie sind scheinbar gebrauchter als die anderen. Obwohl sicher heutzutage kaum noch eine dreißigjährige Frau als Jungfrau in die Beziehung startet, wird da eines klar, ein Kind ist eine Vergangenheit. Hier wird die Partnerin verletzlich. Verletzlichkeit ist kein Makel, kann aber schnellstens zu einem werden, wenn der neue Partner zielgenau erspürt wo der Schuh drückt und sich dem Dilemma mit Hingabe widmen wird.

Nicht wenige Frauen bilden sich deshalb ein, Stärke zeigen zu müssen. Immer im Takt bleiben, keine Ängste zeigen, sich nicht mit Realitäten zu konfrontieren.

Wenn wir dieses Gefühl also transportieren, zwischen schwach wie jeder Mensch, angeschlagen, weil Single, Mutter und wohlmöglich sogar finanziell abhängig, wie können wir dann Stärke nicht einfach nur vortäuschen?

Unser Gegenüber beginnt uns unbewusst zu zerfleischen. Anfangs in Zuneigung und später unter Spott und Hohn.

Eine Beziehung ist das noch nicht.

Und wenn wir dann beginnen die Beziehung in Frage zu stellen, die Werte auf dem Prüfstand und uns gläsern zeigen, beginnt das Konstrukt zu bröckeln. Schwäche ist nicht sexy.

Wir werden verlassen und werfen uns wieder ins Singleleben. Wir werden gesehen, aber selten erkannt. Wir werden wohlmöglich nochmals betrachtet. Aus der Ferne glänzen wir nach wie vor. Die Stärke ist zurück und für den Ex sind wir relevant. Dennoch, der Makel haftet uns an.

So bleiben wir als Zwischenlösung präsent, es sei denn wir drehen uns um, gehen unser Wege und ignorieren den hinterlassen Schmerz. Die Wunde blutet eine Weile nach, aber die Wahrscheinlichkeit das uns genau so etwas nochmal passiert, ist mit jeder Trennung und jedem gelebten Lebensjahr geringer.

Wir wissen nun wer wir sind. Und das ist die einzige Definition die es braucht.

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