WAS IST IN DICH GEFAHREN?

Menschen die sich von einem Moment zum anderen wandeln, ihre Stimmung sich verändert, ihr Wesen nicht mehr dem entspricht, welches uns so wohlbekannt vorkommt, lassen uns stutzig zurück im Idealfall. Im schlimmsten Fall bringen sie uns um den Verstand.

Manchmal sind es wir selbst, die ihr Verhalten von jetzt auf gleich ändern, ohne Vorwarnung eine Entscheidung treffen, die andere ins Wanken bringt. Wir wissen nicht wieso und woher der Sinneswandel kam, aber da ist er nun.

Die klugen Köpfe unter uns, die mit viel Empathie gesegnet wurden, gehen in sich und sprechen erstmal an und später aus, dass etwas nicht stimmt. Dass sich etwas verändert, etwas anders geworden ist und vielleicht nicht mehr zurück zu holen sein wird. Manchmal bemühen wir uns um eine Besserung oder geben das alte nicht auf, lassen neue Gefühle nicht gleich Herr über unser Leben werden. Jeder hat mal eine schlechte Woche, jeder fühlt sich im Alltag gefangen oder kann sich nicht mehr vorstellen was da einst noch so reizte.

Wir überlegen dann. Wir horchen in uns rein. Wir teilen uns hoffentlich mit.

Wenn jemand uns vor vollendete Tatsachen stellt, sind wir wie hilflose Kinder. Da bleibt wenig Zeit sich an eine Situation zu gewöhnen und die Energie die es benötigt sich umzustellen, begräbt sich unter der Verlustangst und dem Kummer. Wenn wir also wissen wie es sich anfühlt, wissen wir auch was wir dem anderen nicht an tun wollen.

Wir gehen vorsichtig vor. Wir sprechen das Unangenehme aus. Wir reden, reden, reden. Wir teilen die Gefühle und lassen sie so wirken. Wir überprüfen, ob der andere damit umgehen kann und lassen uns nicht von einer Laune leiten, sondern der Vernunft und dem Gefühl das mal da war.

Wir suchen eine gemeinsame Lösung. Einen Weg. Eine Art moralische Verpflichtung dem anderen, aber auch uns gegenüber. Alles was wir unvollendet zurücklassen, holt uns in irgendeiner Form später ein. Wir arbeiten uns wohlmöglich ein Leben lang an dieser Aufgabe ab.

Wir gehen den Weg niemals alleine. Jede Entscheidung trifft auf uns und betrifft in der Regel auch andere. Wenn wir in der Lage sind unser Gefühl frei zu kommunizieren, erlauben wir dem anderen uns besser zu verstehen und ggf. zu helfen eine Lösung zu finden.

Wer diesen Weg abkürzt, weil impulsive Sprünge sich einfacher anfühlen, wird den eigenen Horizont nicht erweitern, sondern stagnieren wo er immer stand. Entwicklung ist keine leichte Lektion.

2 Kommentare zu „WAS IST IN DICH GEFAHREN?

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