ABER WOHIN DES WEGS?

Manchmal trifft man schon vor dem Frühstück fünf verschiedene Entscheidungen und jede einzelne von ihnen könnte Auswirkungen auf den Rest des Tages, wenn nicht sogar Rest des Lebens haben.

Schreibe ich jetzt eine Nachricht, deren Inhalt eine hohe Priorität hat und Entscheidungen können schneller getroffen und an den Tag angepasst werden oder melde ich mich nicht, weil die andere Person sich wohlmöglich außer Dienst gestört fühlt oder ein Morgenmuffel ist?

Räume ich schnell noch die Wäsche ein und mache die Wohnung sauber, riskiere später aber erschöpft zur Arbeit zu taumeln oder komme ich müde nach Hause und schiebe die Sache doch nur weiter auf?

Spreche ich in der Partnerschaft oder unter Freunden ein unangenehmes Thema direkt an, welches wohlmöglich in wenigen Tagen längst vergessen ist oder wird es mich dann nur begleiten und zu einem riesen Ding auswachsen?

Die Realität sagt, wir wissen es nicht. Von vorneherein besteht unser Leben aus Abwägungen und Kompromissen. Nicht jeder Schritt muss gegangen werden, nicht jeder Idee entsprochen.

Manchmal ermüden uns unsere Entscheidungen und manchmal lagen wir gold richtig. Hin und wieder werden wir zurückdenken und uns sagen „Schön blöd, hättest du mal…“ und dann wieder gibt es nichts zu bereuen.

Es ist menschlich daneben zu liegen und es ist menschlich aus Fehlern Rückschluss zu ziehen. Selbst diese können völlig verkehrt sein. Selbst diese Rückschlüsse können dazu führen, uns zu distanzieren und zu ängstigen oder anzunehmen ein Zustand sei unveränderbar.

Ist er nicht. Alles ist in ständiger Bewegung und alles kann im Chaos enden oder sich fügen.

Menschen mit Depressionen und Ängsten neigen oft dazu nicht weiterdenken zu können. Eine Blockade gibt ihnen das Gefühl der Ist-Zustand sei nun für immer ihr Leben. Sie irren sich, weil die Sorgen und das Leid in diesem Moment schwerer wiegen, als die Vernunft oder ihr Sinn für realistische Einschätzung.

Es ist eine Tatsache, wir können zu einem Bruchteil selbst entscheiden wie wir den Weg gehen wollen. Risikobereit, mutig und frei oder unsicher, bremsend und vorsichtig. Wir können uns fragen, ob hinter jeder Ecke eine Falle lauert und uns sagen jede schlechte Erfahrung und Begegnung steht stellvertretend für die kommenden Schritte.

Es ist sicher sinnvoll einen Schritt zu gehen und zu schauen was passiert. Sich nach gemachter Erfahrung, sei es eine negative, nicht selbst zu strafen, sondern cool zu bleiben. Jedem von uns, wirklich jedem, misslingt etwas. Jeder sagt etwas Dummes, verärgert eine andere Person, enttäuscht sich und seine Mitmenschen mal oder bricht auf dem glatten Eis ein.

Aber jeder von uns durfte das Glück schmecken, tolle Menschen kennenlernen, seine eigene Stärke und Kraft spüren, sich selbst immer wieder weiterentwickeln und lernen zu verzeihen. Konzentrieren wir uns auf unsere Stärken und schönen Erfahrungen und nicht jeden Kiesel der uns im Schuh drückt.

Ein Kommentar zu „ABER WOHIN DES WEGS?

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s