PESSIMISMUS VERERBEN

Manchmal fällt es schwer unsere Kinder nicht wie beste Freunde zu behandeln.

Schlimmer noch, wir geben ihnen so manches Erbe mit auf den Weg, welches doch lieber hätte in unserem Besitz bleiben sollen.

Unsere pessimistischen Gedanken auf die Welt und die Menschheit.

Kinder kommen in erster Linie fröhlich und unbeschwert zur Welt. Sind sind neugierig und freuen sich auf alles was da kommt. Studien haben belegt, dass Kinder die nicht umsorgt werden, einfach irgendwann sterben. Geht recht schnell und hat dem Thema frühkindliche Zuwendung einen Bärendienst erwiesen.

Da wird gekuschelt, gelacht und gespielt. Manche übertreiben es bei der Förderung etwas, aber im Idealfall hilft es dem Kind mehr als es schadet.

Was hingegen gar nicht geht, ist der Umgang auf sehr erwachsene, nicht altersgerechte Weise. Damit meine ich nicht, Kinder wie Babys zu behandeln, auszuschließen oder ihnen ständig die heile Welt vorzugaukeln. Es geht um einen fairen Umgang die Welt selbstständig zu entdecken, ohne ihnen unseren düsteren Stempel der schlechten Erfahrungen aufzudrücken.

Jetzt mag man denken, wir können ja nicht alles Leid von ihnen fern halten. Wir können doch nicht den Kindern zu Liebe auf Authentizität verzichten oder zum Heulen in den Keller gehen. Alles richtig. Es muss aber einen Mittelweg geben. Eine Idee davon, was es mit Kindern macht, wenn sie bereits im zarten Alter denken alle Menschen seien blöd, schlecht oder barbarisch.

Wie sollen wir Kinder für eine Welt öffnen, sie Akzeptanz lehren, ihnen zeigen das Mut und Miteinander wichtige Eckpfeiler sind, wenn wir selbst eingesperrt in Vorurteilen leben? Wir sind ihre Vorbilder. Wir sind die, von denen sie lernen. Sie schauen uns dabei zu, wie wir die Welt und das Leben begreifen. Sie beobachten genau, wie wir mit anderen umgehen.

Ich kann noch so oft predigen es sei wichtig ein guter, mitfühlender und hilfsbereiter Mensch zu sein, wenn ich nach außen völlig anders handle. Ich kann noch so oft für Toleranz und Nächstenliebe einstehen, wenn ich anderen gegenüber bösartig oder zynisch bin. Meine Absichten mögen in der Theorie funktionieren, aber in der Praxis läuft gar nichts. So etwas sehen Kinder und werden uns schnell nacheifern. Sie sind nicht die Zukunft, sie sind die Gegenwart. Neben uns stehend, zu uns anfangs aufsehend, gestalten sie jetzt schon mit uns.

Manchmal ist es wichtiger durch ihre Augen zu sehen. Zurück zu blicken in unsere Kindheit. Frei von Wut und Angst. Als wir noch neugierig und freudig waren. Als die Welt nicht erschien wie ein Ort des Zorns. Als wir auf Zuwendung hofften und Geborgenheit bekamen.

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