DER GESUNDE WEG

In den vergangenen Monaten habe ich all meine Gedanken über die Menschen, insbesondere im Umfeld, aber auch aus Onlinekreisen, niedergeschrieben. Dabei habe ich mir mehr Gedanken zu ihnen, ihrem Wirken auf mich und andere sowie einer Reihe unnötiger Deutungen gemacht.

Viele von ihnen machen mich krank. Nein, nicht tatsächlich krank. Mir geht es nicht schlechter, wenn ich ein, zwei Ideen zu ihnen tippe oder mich in der Tram, Badewanne oder auf dem Weg zur Arbeit dem widme, dem ich sowieso schon oft nachgehe. Sozialleben hat mich immer interessiert und wird mich immer beschäftigen. Dennoch war es nicht immer leicht mich zu distanzieren. Von Doppeldeutigkeiten, gegen meine Machtlosigkeit und für andauernde Achtsamkeit. Manchmal möchte auch ich nicht nur Psychohygiene betreiben, sondern wahre Veränderungen bewirken. Ein hohes Ziel. Ein Narzissmus, der mir gar nicht gerecht wird. Wenn ich andere Menschen beobachte und anschließend mich selbst, ist es nicht von Nöten mehr zu erwarten als das was ich bekomme. Hier und da teilt jemand meine Meinung, manchmal kommt eine Rückmeldung. Die Menschen die es betrifft, die um die sich meine Texte teils drehen, wissen gar nichts von mir. Sie lesen meinen kleinen Blog gar nicht und finden sich vermutlich in den Kritiken oder Anekdoten nicht wieder. Es sind ja immer die anderen, nie man selbst.

Und so weiß ich, dieser Blog ist bald Vergangenheit. Eine schöne Art sich genesen zu lassen, ist ja manchmal auch, nicht an Wunden zu knibbeln. Einfach abzuwarten. Abzuwägen noch dazu.

Unter meinen Beobachtungen, fand sich auch dieser Gedanke:

Die Menschen, die sich jeden Tag in Gedanken um andere drehen, drehen irgendwann durch. Sie kreisen permanent um alles Schlechte, in der Hoffnung auf Besserung. Die Frage ist, was ihre Daseinsberechtigung sei, wenn sie eines Tages in ihrer erstrebten Utopie aufwachten? Wären sie zufriedener oder gar glücklich? Oder sind sie im Grunde dann zufrieden, wenn es etwas zu bemängeln und verändern gibt?

Ich mag das Drama. Manchmal saugt es mich auf. Ich ziehe dramatische Menschen magisch an. Meist gehen mir diese schnell unter die Haut und später auf die Nerven. Ich bessere mich kontinuierlich, obwohl ich oft behauptet habe schon mein eigenes Ideal zu sein. Ich bin menschlich, wenn menschlich definiert wird mit „erfahren, veränderbar, in stetiger Entwicklung und voller Fehler“.

Ein gesundes Leben kann ich nur führen, wenn ich mich vom Drama verabschiede. Wenn mir die anderen Menschen egaler werden. Wenn mich mein engster Kreis, durch mich behutsam gewählt, glücklich macht und die Fremden da draußen kalt lassen.

Eines Tages bin ich soweit…

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