GIFT IN MEINER GALLE, ANGST UNTER MEINER HAUT

Jeder kennt so einen Menschen, nicht jeder springt über das gehaltene Stöckchen und lässt sich beirren:

Toxische Charaktere.

Werden Worte wie „Giftspritze“ und „Schlange“ eher Frauen zugerechnet, gilt der Begriff „toxisch“ längst dem Mann zugeschrieben. Dabei wird kleinteilig aufgeführt, dass Männer Generation um Generation die Herrschaft über alles und jeden übernahmen, die ihren Weg kreuzten. Zu großen Teilen stimmt diese Aussage auch und in mancherlei Hinsicht ist nirgends auf unserem schönen blauen Planeten gegenteiliges Verhalten aufgetreten. Ausnahmen gibt es natürlich, aber meist in so erschreckender Minderheit, dass eben genau diese Ausnahmen ihre Zuordnung vermutlich zurecht tragen. Normalität ist eben anders.

Leider sind mir in meinem Leben nicht nur toxische Männer begegnet. Im Gegenteil. Wären es ausschließlich Männer gewesen, hätte ich mich an einer Riege Frauen erfreuen können, die mir mit Wärme, Achtsamkeit und schützend beiseite gestanden hätten. Gegen die bösen Männer und hin zu einer sicheren und rettenden Bank. Zuverlässigkeit gibt es aber nirgends und die Sicherheit nach der ich mich sehnte, wurde jeher enttäuscht.

Sei es die bösartige Frau vom Chef, die tyrannisch und fies allen Mitarbeiterinnen verboten hatte Gespräche am Arbeitsplatz zu führen oder ihre Macht ausspielte, wo es nur ging. Oder die herrische Großmutter, die all ihre Werte dahingehend an ihre Tochter, meine Mutter weitergegeben hatte. Zynisch, teils vernichtend kritisch und permanent auf Fehlersuche. Jedes Staubkorn, jeder Patzer, wurde zum persönlichen Rachefeldzug erklärt.

Dann die manipulativen Freundinnen. Eine würde die Ausnahme bilden, mehrere sind ein Muster. Immer und immer wieder geriet ich an Frauen, die logen, um an ihren Willen zu kommen. Die herzlos schmerzhaft an jedem wunden Punkt rumpulen und nicht müde werden ihr Leid, vielleicht sogar ausgelöst durch Männer, an Frauen abzuarbeiten. Dann diese Kolleginnen, die auf der Karriereleiter immer wieder benachteiligt scheinen und es sich zum Sport machen andere Kolleginnen zu drücken, statt mit sich zu ziehen. Support sieht anders aus.

Wir sind noch weit entfernt uns aufgrund unseres Geschlechts in Sicherheit zu wägen. Wenn wir uns genderoffen fühlen wollen, sollten wir diese Form der Zuschreibung sowieso sein lassen. Da gibt es nicht das Geschlecht im Guten und dieses im Schlechten. Da gibt es nur Menschen die es verstanden haben und Menschen die Arschlöcher sind. Arschlöcher sind neutral.

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