VERURTEILT

Es gibt Menschen, die richten ihren Zeigefinger immer wieder auf andere und urteilen. Es gibt Menschen, die haben genau diese vorgeworfenen „Verfehlungen“ selbst begannen, begehen sie mitunter noch, aber fühlen sich dennoch dazu berufen andere, sogar öffentlich, anzuprangern.

Ich meide solche Menschen. Denn sie sind in aller Regel Gift.

Natürlich kann man aus Erfahrung sprechen und sagen „ich habe etwas falsch gemacht, bereue es und rate dir, es gleich besser zu machen!“.

Es gibt auch die Möglichkeit Fehler zu begehen, sich einzugestehen und anderen als schlechtes Beispiel ein Vorbild abzugeben: so nicht.

Hier schreibe ich aber über diese unsäglich gemeinen, falschen UnterdrückerInnen, die es für nötig halten anderen Werte aufzutischen die sie selbst gar nicht haben.

Da wird behauptet es läge ihnen etwas an Moral, Größe oder Sicherheit. An Wahrheit oder an Respekt. Am Ende alles Scheiße. Es wird gelogen, eine weiße Weste vorgegaukelt und ein Abbild geschaffen, welches keiner Realität standhalten kann.

Wieso aber das Ganze?

Nun gut. Wer zum Beispiel gerne betrügt (oder zumindest oft), kennt die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele, hasst sich mitunter dafür und weiß um den bereiteten Schmerz. Somit wird zwangsläufig darauf gehofft, der andere würde diesen niemals ebenfalls produzieren.

Dann gibt es die, die sich ihrer moralischen Überlegenheit sicher sind, bis man sie auf Missstände aufmerksam macht. Da wird sich gewunden und diskutiert. So sei das ja alles gar nicht…es werden viele „Aber“ in den Raum geworfen.

Es gibt Menschen, die haben den Trend zum Gutmenschen erkannt, können sich damit identifizieren und hoffen ein Teil einer weitestgehend akzeptieren Gesellschaft zu sein. Zu blöd, wenn das eigene Verhalten dem lange entgegenstand. Da hilft nur die Vergangenheit zu ignorieren, statt sie aufzuarbeiten.

Authentisch zu sein, bedeutet für mich, sich ehemals gemachte Fehler einzugestehen oder aber die anderen ihre Fehler machen zu lassen, ohne sie als verlorene Idioten abzustempeln.

Selbstverständlich wird einem immer jemand unterstellen naiv oder dumm gewesen zu sein und vielleicht war da auch etwas dran. Der Prozess sich aber zu einem anderen, vielleicht besseren Menschen entwickelt zu haben, ist immer ein mit Pflastern gesteinigter Weg. Niemand ist unfehlbar.

Finger aus der Wunde! Runter vom Ross!

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