LIEBES LEBEN

Positiv zu bleiben, ist gar nicht immer so leicht. Manchmal sind es kleine Situationen, wie Menschen die rücksichtslos oder gedankenverloren im Weg stehen, die einen auf die Palme bringen. Manchmal sind es diese echten Lebensbrocken, die einen zur Verzweiflung treiben. Zwischen Welten liegen Entscheidungen. Für Wut und gegen Gelassenheit.

Gelassenheit kann man sich erlauben, wenn die jeweilige Situation im Grunde nur von kurzer Dauer ist, sich mit einem Wimpernschlag erledigt hat und jeder seiner Wege geht. Steht mir halt kurz jemand im Weg, so what?

Gelassenheit verliert sich, wenn man der Fußabtreter einer anderen Person geworden ist. Sich Szenen wiederholen und die Rücksichtslosigkeit zum Programm wird.

Vielleicht hat man auch nur oft Pech oder leidet an selektiver Wahrnehmung. Eins ist immer schwer: positiv bleiben.

Eine tolle Eigenschaft ist, sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Eine tolle Errungenschaft wäre, wenn alle Menschen das so sehen könnten.

Die Wahrheit sieht aber so aus: in der Realität verzweifelt es sich je nach Lebensumständen eben schneller mal. Ist der Job anstrengend und schlecht bezahlt, kann der Weg dorthin zur Qual werden. Steht mir jemand dann im Weg, hilft demjenigen nur noch die Flucht.

Ist die Partnerschaft eine Qual, kann der Job zur Rettung werden. Der Lichtblick des Tages. Sind beide Pfeiler für den Ar***, hilft eigentlich nur schrei(b)en.

Positive Menschen sind wohl die, die wissen wie schwer sie es haben, wie lächerlich dieses Leben sich oftmals gestaltet, wie zynisch andere Leute sind, wie hart der Alltag sich darbietet und dennoch…sie atmen ein, sie atmen aus, die lächeln und ergeben sich nicht. Sie sind in meinen Augen so viel stärker und leben gesünder.

Ich versuche seit Jahren ein positives Leben zu führen. Es ist schwer. Meine Umgebung ist negativ, im Beruf und Persönlichen. Jedem scheint das Schicksal eine Fahrkarte Richtung Hölle mitgegeben zu haben und immer wenn man gerade eine Krise gemeistert hat, kommt die nächste.

Bei aller Anstrengung, sowas nimmt natürlich auch positive Menschen mit.

Der einzig realistische Weg für mich:

Wütend sein dürfen. Traurig sein dürfen. Leiden. Weinen. Schimpfen. Aber alles zu seiner Zeit. Alles in einem gewissen Umfang. Ich darf kotzen und motzen und rotzen und dann ist wieder gut.

Es darf weh tun, dieses Leben. Es ist anstrengend und ohne Frage sind negative Erfahrungen schwerwiegende Begleiter, während alles positive flüsterleise bleibt.

Aber hey, ich habe ja nur dieses eine Leben. Und ich mag es nicht verschenken an negative Menschen, schlechte Energie und aufreibende Situationen. Es soll mir gehören und nur ich bin mir etwas schuldig.

Ein Hoch auf ein Leben!

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