LIEB ICH DICH ODER WILL ICH VON DIR NUR GELIEBT WERDEN?

Eine ziemlich infantile Geisteshaltung, zugegeben. Aber gar nicht so selten.

Es gibt sie auch noch in meinem Alter: Menschen die sich alle paar Wochen oder Monate neu verlieben und genauso schnell wieder enttäuscht werden oder sind.

Sie fragen sich gar nicht woran es scheitert, war der oder die andere doch bis eben noch so traumhaft. Die Beziehung wirkte glücklich. Alles ging so schnell und wie im Rausch. Und vielleicht liegt da das Problem.

Es gibt leider auch unter Menschen 30 aufwärts keine verlässliche Beziehungsfähigkeit. Menschen die nach zwei Wochen aufgrund ihrer Bindungsangst klammern, von Hochzeit und Kindern träumen und überall rumerzählen „Er/Sie ist es!“.

Hat er oder sie davon aber keine Ahnung, kann es leicht passieren, dass er oder sie die Flucht ergreift und man wieder alleine dasteht.

Um das zu vermeiden, wäre es wohlmöglich hilfreich, sich Gedanken zu machen, über eigene Bedürfnisse und Wünsche. Bin ich überhaupt verliebt? Bin ich wirklich interessiert am Gegenüber? Warum bin ich so schockverliebt? Kann der andere da mithalten? Ist mir das wichtig?

Nicht selten gehen aus solchen Verbindungen bereits nach wenigen Monaten Schwangerschaften hervor. Bei Promis auch sehr beliebt die sogenannte Blitzehe. Die Hormone sind sicher zu einem gewissen Anteil mitschuldig. Sie lassen uns blind werden und unempfänglicher für Tatsachen. Vielleicht wollen wir aber auch einfach eine Leere füllen und haben irgendwann verlernt achtsam in uns zu horchen. Ggf. haben uns Disney und diverse Hollywood-Filme verblendet und wir sehen auch mit Mitte 40 nicht, dass fast jeder Film nach dem Happy End wirklich endet.

Wäre es nicht sinnvoller sich wirklich kennenzulernen und dann den anderen? Sagen zu können: das bin ich und das will ich.

Und wenn wir uns kennen, dann erst zu jemand anderem zu gehen, zu schauen ob es passt und nicht versuchen es passend zu machen.

Ein Mangel an Liebe oder Wertschätzung aus der Kindheit, verführt uns oft dazu diesen im Erwachsenenalter ausgleichen zu wollen. Andere sind aber nicht dafür da, diese schwere Aufgabe zu bewältigen. Wie denn auch, sind wir selbst oft gar nicht dazu in der Lage.

Liebe ist nicht kompliziert. Kompliziert sind wir Menschen.

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